Impuls 4. Fastensonntag

Der Sturm auf dem See:

Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.
Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

Unruhige Zeiten

 

Immer wieder die Angst, zu versinken in den Wellen und Wogen,
die hereingebrochen sind, in das Boot meines Lebens.
Und doch gibt es Hoffnung:
Jesus schläft –
vertrauensvoll im Boot
gleich einem Kind, das in den Armen der Eltern ruht.

Gelassen und ruhig schläft er,
im Vertrauen, auf den, den er „Vater“ nennt.

Jesus steht –
kraftvoll im Boot,
trotzt er dem Sturm; gebietet ihm, sich zu beruhigen.

Gelassen und ruhig steht er,
im Vertrauen, auf den, den er „Vater“ nennt.

Auch ich bin ein Kind Gottes.
Jesus, mit dir im Boot, in deinem Windschatten, weiß ich, dass einer da ist in den Wellen und Wogen der Zeit.
Und doch:
Schämen brauche ich mich nicht, wenn der Sturm mich schreckt.
Den Aposteln ging es auch nicht besser.

 

Text: GR Margarete Lobenhofer
Foto: pfarrbriefservice.de, Peter Weidemann