Weltgebetstag 1. März 2019 in St. Franziskus und Zachäus – Kommt alles ist bereit

Der diesjährige Weltgebetstag wurde von Frauen aus Slowenien vorbereitet. Das Evangelium Lukas 14, 13 -24 (Einheitsübersetzung 2016) – das Gleichnis vom Festmahl war das zentrale Thema dieses Gottesdienstes.

Slowenien ist das kleinste und jüngste Land in Europa und erst seit 1991 unabhängig. Dazu gibt es eine schöne Legende:

„Als Gott allen Völkern ihre Länder zuteilte, standen die Slowenen so bescheiden im Hintergrund, dass schon alles verteilt war, als nur sie noch übrig waren. Was sollte Gott nun tun? Da gab es noch einen ganz besonderen Landstrich, mit Alpen, Weinbergen, grünen Wiesen, herrlichen Flüssen und Seen, es gab sogar ein Souterrain: ein ganzes System von Höhlen und Grotten und natürlich das Meer – aber dieses Land hatte er eigentlich für sich selbst vorbehalten, denn dort wollte er sich von den ganzen Strapazen erholen. Doch er hatte Mitleid mit den Slowenen, die ja nur wegen ihrer Bescheidenheit zu kurz gekommen waren und er schenkte er ihnen sein Urlaubsland…“

2 Frauen unseres Teams begrüßten die Gottesdienstbesucher in landestypischer Tracht. Die Besucher konnten Brot, das in slowenisches Kürbiskernöl getaucht wurde und mit slowenischem Salz bestreut wurde, genießen und wurden mit der Musik zum Gottesdienst empfangen.

Nach einer kurzen Bilderreise durch das Land stellten sich 5 Frauen aus Slowenien vor, die alle ein eigenes Schicksal hatten und teilweise ein sehr schwieriges Leben haben.

Das Evangelium vom Festmahl wurde in die heutige Zeit hereingeholt: auch heute haben Menschen viele Ausreden und lehnen die Einladung (Gottes) ab.

Zu dem Titelbild, das von der fast blinden Künstlerin Rezka Arnus gestaltet wurde, gab es eine Animation, mit einem Aufruf zur Veröffentlichung in den sozialen Medien „occupy heaven“: Nehmt eine zweite Person an der Hand, geht raus unter den freien Himmel, stellt euch nebeneinander, haltet euch an der Hand und reckt eure Hände in einer gemeinsamen Gebetsgeste gen Himmel.

Die Texte wurden von fröhlichen Liedern unterbrochen, ein slowenisches Volkslied durfte dabei  nicht fehlen. Pfarrer Bauschert begleitete die Lieder am Klavier. Frau Krafft unterstützte das kleine „Chörle und sang das Solo.

Nach dem Gottesdienst waren die Besucher eingeladen zu Gulasch-, Bohnen-, Nudelsuppe, Schmalzbroten und natürlich gab es auch Potica, einen Hefestrudel mit Walnussfüllung. Als Nachtisch wurde Vanilleeis mit Kürbiskernöl gereicht.

Die Besucher waren sehr angetan von der Atmosphäre, der Gottesdienstgestaltung und des anschließenden Beisammenseins.
Herzlichen Dank an alle, die diesen Tag vorbereitet und mitgestaltet haben.

Für das Team: Marlene Reimann