Halleluja, Jesus lebt

Halleluja, Jesus lebt!

Christus ist erstanden,
O freut euch Christen, er erhebt aus seinem Grabe sich und lebt,
er lebet ewig stirbt nicht mehr, ihm bringet Lob und Dank und Ehr
Halleluja, Halleluja!
Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest
Ihr Pfarrer Ulrich Kloos
Das Foto zeigt den auferstandenen Christus (Deckenfresko in der Nikolauskapelle Wiblingen, (Ulrich Kloos))

Zuschuss für Hauptorgel in der Wiblinger Basilika St. Martin

Ulmer Gemeinderat: Zuschuss für eine Hauptorgel in der Wiblinger Basilika St. Martin

Am Freitag, 24. März 2017, wurde vom Orgelförderverein Basilika Ulm-Wiblingen, vertreten durch Dekan Ulrich Kloos, ein Antrag auf Projektförderung für die Errichtung einer Hauptorgel in der ehemaligen Klosterkirche – jetzt Pfarrkirche St. Martin – gestellt. Diesem Antrag haben wir Gemeinderäte gern zugestimmt, da der Bund bereits 400.000 € und die Diözese Rottenburg/Stuttgart 85.000 € zugesagt haben.
Insgesamt werden für den Orgelbau 850.000 € veranschlagt, jedoch werden diese Kosten sicher noch überschritten. Die Stadt Ulm wird also ebenfalls 85.000 € als Zuschuss beitragen.

Unsere Anregung ist noch, dass auch das Land Baden-Württemberg in der Pflicht wäre – vielleicht auch freiwillig –, da ja die gesamte Klosteranlage durch „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ vermarktet wird. Jetzt sind die beiden Landtagsabgeordneten gefragt, sich für eine Förderung des Orgelbaus einzusetzen.

Helga Malischewski, Reinhard Kuntz, Wiblinger Wählergemeinschaft WWG

 _____________________________

Um den Neubau einer Hauptorgel auf der Westempore der Wiblinger Basilika zu ermöglichen, wurde am 1. November 2015 der Orgelförderverein Basilika Ulm-Wiblingen e. V. gegründet. Er fördert das Projekt durch eigene Aktionen und wirbt bei Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen um Unterstützung und Spenden.

Auch die Mitgliedschaft im Orgelförderverein hilft weiter. Der Mindestbeitrag beträgt 30 €/Jahr.

Kontakt: Orgelförderverein Basilika Ulm-Wiblingen e. V., Schlossstraße 44, 89079 Ulm-Wiblingen, Telefon (0731) 4 12 23, E-Mail: Orgelfoerderverein-Basilika.Ulm[at]drs.de.

Ein Engel für den Altar der Pietà

Basilika St. Martin Wiblingen – Ein Engel für den Altar der Pietà – in der südlichen Altarnische der Basilika

 

Fast 25 Jahre war er verschwunden – der Engel, der an der Spitze des Rokoko-Altars in der südlichen Altarnische in einer Rocaille schwebte. Die Holzplastik im Mittelpunkt des Altars zeigt die tränenüberströmte Mutter Maria, deren Herz von einem Schwert durchbohrt wird. In ihrem Schoß hält sie den soeben vom Kreuz abgenommenen toten Sohn – ein Bild größter Verzweiflung.

Der Engel, der seinen Platz in der Umrahmung des Bildstocks hatte, zeigte den Betrachtern das Schweißtuch Christi. Jemand muss ihn im Jahr 1992 oder 1993 mitgenommen haben – vielleicht, weil er dringend einen eigenen Schutzengel gebraucht hat, vielleicht aber auch, um ein gutes Geschäft mit dem gestohlenen Putto zu machen. Engel waren zu jener Zeit sehr gefragt. Sicher ist nur, dass der Engel sich nicht aus eigener Kraft aus der Altarumrahmung entfernt hat.

Wann genau das war, weiß man gar nicht, denn die Altäre werden ja nicht täglich auf Vollständigkeit überprüft. Irgendwem fiel es dann auf, dass der Engel mit dem Schweißtuch schon geraume Zeit verschwunden war, und – nichts Arges vermutend – nahm man an, der Engel sei vorübergehend zur Reinigung gegeben worden.

Dem war nicht so. Wie aber ist es möglich, einen Engel in drei Meter Höhe wegzutragen ohne Leiter oder Hebebühne? Sicher – da war mal ein Fernseh-Team da mit allerlei Gerätschaften, die raffinierte Foto-Perspektiven ermöglichen – aber wir wollen ja niemanden verdächtigen, und, kurzum, der Platz des Engels blieb verwaist.

Nun hat sich ein Gönner gefunden, der 2.000 € für einen neuen Engel gespendet hat. 500 € hat der Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen und Kulturgüter draufgelegt, und seit einigen Tagen ist die leere Stelle an der Spitze der Altarumrahmung wieder mit einem Putto besetzt, und auf dem Schweißtuch ist ganz deutlich das Haupt Christi zu erkennen.

Damit nun Niemand in Versuchung gerät, den neuen Engel an sich zu nehmen, ist die Aufhängung mit einem Schloss gesichert.

Der Rokoko-Altar stammt noch aus der Vorgängerkirche der Basilika. Die Plastik der Pietà wird auf 1750 datiert und stammt vom Dominikus Hermenegild Herberger (1694–1760). Wann die Pietà die reich geschnitzte Umrahmung erhielt, ist nicht bekannt.

Christa Kuisl, Fotos Max Kuisl

Fastenzeit

Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung
Die drei österlichen Tage vom Leiden, Tod und Auferstehung Jesu wollen uns verständlich machen, welch großes Heil im Kreuz Jesu für jeden von uns liegt. Dieses Geheimnis wollen uns diese Tage mit ihren geprägten Feiern und Gottesdiensten erschließen, auf-schließen.
Am Gründonnerstag denken wir an das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern, wo er ihnen die Eucharistie vermacht – etwas wovon wir bis heute zehren -, kurz bevor er hinausgeht, allein und verlassen in seiner Todesangst am Ölberg.
Am Karfreitag gedenken wir in den Kreuzwegen seines Leidenswegs und in der nachmittäglichen Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu, die zu seiner Todesstunde stattfindet, seines Leidens und Sterbens am Kreuz. Deswegen steht die Leidensgeschichte (Passion) und die Kreuzverehrung ganz im Mittelpunkt dieses Tages.
Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe. Jesus wird ins Grab des Josef von Arimathäa gelegt. Ein Tag der Trauer und Klage. Die Klagepsalmen haben in der Karmette ihren Platz.
In der Osternacht schließlich wird das Überwinden des Dunkels des Todes augenfällig. Wenn das Licht der Osterkerze in die dunkle Kirche getragen wird und die Dunkelheit vertreibt, dann geht es auf die Auferstehung zu. Das Wasser der Taufe ist Zeichen des Lebens, das uns Christen geschenkt wird. Es wird in dieser Nacht geweiht, in der wir die Überwindung des Todes durch die Auferstehung Jesu feiern.
Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Kuppelfresko der Basilika Wiblingen. Der König verweist im Bußgewand auf das Heil, das durch das Kreuz geschieht.
(Foto Ulrich Kloos)

Pfarrer Ulrich Kloos