SE – Reise ins Oberbayrische und Salzkammergut vom 18. bis 24. Juni

Früh am Sonntagmorgen, 18.06.2017, startete die Reisegruppe mit 36 Teilnehmern zur diesjährigen Reise der SE nach Oberbayern und ins Salzkammergut. Vikar Simon Hof stimmte uns mit dem Tagesimpuls auf unsere Reise ein und erbat Gottes Segen für die Reisewoche.

Am späten Vormittag erreichten wir den Chiemsee, das bayerische Meer. Von Prien aus fuhren wir per Schiff zur Fraueninsel mit ihrer überwältigenden Rosenblüte. Die ehemalige Klosterkirche beherbergt das Grab der seligen Irmingard. Weiterfahrt nach Herrenchiemsee mit Führung durch das prachtvolle Königschloss Ludwigs II. von Bayern. In der Schlossführung konnten wir die unermessliche Pracht bestaunen, die der „Märchenkönig“ in Bewunderung für den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. errichten ließ. Auch konnten wir den Schlossteil sehen, dessen Ausbau schließlich aus Geldmangel unvollendet geblieben ist. Weiterfahrt zu unserem Hotel in Ainring, von dem aus wir die einzelnen Tagestouren starteten.

Am Montag, 19.06.2017, war unser Ziel der von Eiszeitgletschern geschaffene Königsee.


Umschlossen von Watzmannmassiv, den Berchtesgadener Alpen und dem Hagengebirge liegt der See im Nationalpark Berchtesgaden. Während der Bootsfahrt über das bis 190 m tiefe Gewässer, vorbei am Malerwinkel, erklang das Echo vom Königsee und wir erreichten St.  Bartholomä mit seiner Wallfahrtskapelle aus dem 12. Jh. Wieder an Land führte uns die Weiterreise nach Ramsau, wo wir die Kirche St. Stephanus besichtigten. Weiterfahrt auf der Deutschen Alpenstrasse mit Aufenthalt in Bad Reichenhall.

 

Dienstag, 20.06.2017: An diesem Tag führte uns die Reise nach Salzburg, wo wir eine informative Stadtführung erlebten, die uns einige Sehenswürdigkeiten der Innenstadt wie Salzburger Dom, Schloss Mirabell mit seinem Park, Mozarts Geburts- und Wohnhaus und vieles mehr zeigte. Fakultativ war eine Auffahrt zur Burg möglich. Auch die Getreidegasse, die Flaniermeile mit ihren Shops, durfte nicht fehlen. In der sich anschließenden Freizeit bei mehr als 35° C Tagestemperatur boten die Cafés eine willkommene, kühlende Rast.

 

 

Am Mittwoch, 21.06.2017, führte uns die Reise nach Burghausen mit Führung durch die sechs Burghöfe der auf dem langgestreckten Bergrücken liegenden Burg (erbaut 1255 – 1480). Sie ist die längste Burg der Welt. Vor über 500 Jahren lebten hier die Familien der niederbayerischen Wittelsbacher Herzöge, zuletzt die durch die Landshuter Hochzeit bekannte Herzogin Hedwig. Etwa 200 Menschen lebten in der Burg, die immer wieder in einzelnen Wohnabschnitten ausgebaut wurde bis zu einer stattlichen Länge von ca. 1000 m.

Am Nachmittag erreichten wir Altötting. Der Ort ist seit über 500 Jahren ist die bedeutendste Marienwallfahrtsstätte Bayerns. Ca. 1 Mill. Pilger besuchen jährlich den Wallfahrtort. Seit Maximilian I. ließen die Wittelsbacher Bayerischen Kurfürsten und Könige nach dem Tod ihre Herzen in silbernen Urnen vor dem Gnadenbild „Unsere liebe Frau“, einer frühgotischen Muttergottes (14. Jh.) bestatten. In den schlimmen Zeiten des 30-jährigen Krieges stellte Maximilian I. in einem mit seinem eigenen Blut geschriebenen Weihebrief sich selbst und sein Volk unter den Schutz der Mutter Gottes von Altötting, der Patrona Bavariae. Links vom Gnadenbild kniet der „Silberprinz“ Max III. Joseph, den sein Vater Kurfürst und Kaiser Karl Albrecht aus Dank für die Genesung seines Sohnes von einer lebensbedrohlichen Krankheit aus 41 Pfund Silber hat gießen lassen. Eine weitere Silberfigur stellt den Hl. Konrad von Parzham dar. Er zählt heute zu den populärsten Heiligen Bayerns.
In einer von Vikar Hof gestalteten Andacht brachten auch wir unsere Anliegen und Gebete vor die Mutter unseres Herrn.

Donnerstag, 22.06.2017 Fahrt an den Wolfgangsee. Die Schafberg-Zahnradbahn dampft seit 1893 in langen Serpentinen auf den mit 1783 m höchsten Berg zwischen Wolfgang-, Mond- und Attersee. Die klare Rundumsicht auf Wolfgangsee, Mondsee und Attersee war atemberaubend schön und trotz der sommerlichen Hitze durch einen erfrischend wehenden, kühlenden Wind zu verkraften. Nach der Talfahrt schloss sich ein Bummel durch St. Wolfgang am Nordostufer des Sees an. Wir sahen das aus der Operette bekannte Gasthaus „Weisses Rössl“ am Seeufer. Bereits 982 soll sich Wolfgang, der Bischof von Regensburg, an der Felswand Falkenstein, die steil in den See fällt, eine Eremitenklause errichtet haben. Bald nach seiner Heiligsprechung (1052) kamen in ansteigender Zahl Wallfahrer und es wurde die spätgotische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Wolfgang erbaut, die neben prachtvollen Altären von den Meistern Schwanthaler und Guggenbichler den weltbekannten Pacher-Altar (1435-1498 errichtet) beherbergt. Zurück führte uns die Fahrt mit Blick auf Mondsee mit den Doppeltürmen der gotischen Basilika St. Michael in unser Hotel.

 

Freitag, 23.06.2017 Erstes Ziel des heutigen Tages war der Attersee. Als Wahrzeichen über dem Ort steht die barockisierte Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Attersee. Weiter ging die Fahrt zum Hallstätter See. Der See erstreckt sich über 8 km Länge und gut 2 km Breite zwischen den Gipfeln des Dachsteinmassivs. Dicht gedrängt stehen die Häuser des Ortes an dem schmalen Ufer, teilweise wurden sie sogar auf Pfählen in den See gebaut. Der Ort Hallstatt wurde 1997 mit der sie umgebenden Region von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Zu erwähnen ist die „Hallstattkultur“, die ältere vorrömische Eisenzeit in weiten Teilen Europas von etwa 800 bis 450 v. Chr., auf deren Überreste Archäologen im 19. Jh. auf dem Salzberg oberhalb von Hallstatt stießen. Die größte technologische Leistung war seiner Zeit die Einführung des Eisens als Nutzmetall für Schwertklingen und landwirtschaftliches Gerät. Reiche Grabfunde zeigen das hohe Niveau der handwerklichen Kunst bei der Gestaltung von Schmuck, Waffen und Prunkgefäßen (Welterbemuseum). Am Nachmittag Weiterfahrt nach Bad Ischl, wo einige Mitreisende sich bei einer Fahrt mit der Touristenbahn die Sehenswürdigkeiten des Ortes erklären ließen, eine Wohltat bei den hochsommerlichen Temperaturen. Am späteren Nachmittag erreichen wir Bad Goisern. In der alten Martinskirche hielt Herr Vikar Hof einen bewegenden Gottesdienst, während die Natur ihre ganze Kraft in einem heftigen Gewitter über dem Gotteshaus entlud.

Samstag, 24.06.2017: Gestärkt mit dem letzten guten Frühstück traten wir die Heimreise bei bedecktem Himmel und ca. 24°C an. In Bad Tölz machten wir Rast und bestaunten die Patrizier- und Kaufleutehäuser mit den bunten Lüftlmalereien. Vorbei an Murnau führte uns die weitere Fahrt nach Oberammergau, ein Ort traditionsreicher Holzschnitzkunst. Alle 10 Jahre wird mit den Passionsspielen ein Pestgelübde erfüllt. Das Festspielhaus wird zwischenzeitlich auch für andere kulturelle Veranstaltungen genutzt.
In Steingaden im Pfaffenwinkel besuchten wir die berühmte Wieskirche, wo wir in einer Führung Interessantes über das Weltkulturerbe, die „Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland“, erfuhren. Von 1745-1757 bauten die Brüder Zimmermann ihr Meisterwerk des Barock mit überwältigenden Deckengemälden. Nach einem Gruppenfoto setzten wir die Heimreise fort.

Am späten Nachmittag erreichten wir nach insgesamt 1290 gefahrenen Kilometern wieder unsere Heimatstadt Ulm.
Für herrliches Sommerwetter, die einfühlsame und vertraute geistliche Begleitung durch Herrn Vikar Hof, für die gute und sichere Beförderung durch Erwin, doch vor allem für die hervorragende Planung und Organisation der gesamten Reise durch Uschi Weber bedankt sich die gesamte Reisegruppe bei allen, die hierüber hinaus zum Gelingen und zur Gestaltung der diesjährigen Reise beigetragen haben.

Ursula Mees
Fotos: Eleonore Fröhlich

Brief von Pater Richard

Richard Dzierzenga ofm Mango den 12 April 2017
BP. 22 Mango
Togo
tél.:
+228 90 03 90 68
+228 96 85 19 95
E-mail:
rdzierzenga[at]gmail.com
richard.dzierzenga[at]laposte.net

Liebe Freundinnen und Freunde der Mission,

wieder einmal schreibe ich Ihnen mit Verspätung, fast schon wie üblich, aber in letzter Zeit haben wir große Probleme mit der technischen Verbindung.

Ostern, die Auferstehung unseres Herrn, ist eine Gelegenheit Ihnen meine besten Wünsche zu senden. Gottes Frieden sei mit Ihnen! Der Frieden in unseren Ländern, in unseren Familien und vor allem in uns selbst.

Möge Ihnen der Auferstandenen hundertfach zurückgeben, was Sie uns an Gesten der Großzügigkeit zukommen lassen, selbst die kleinste ist wie ein Korn in einem großen Sack, das ihn schließlich füllt. Herzlichen Dank für alles!

Einige Neuigkeiten:

In der Gemeinde geht das Leben weiter, wenn auch manchmal mit großen Schwierigkeiten: Mangel an ausgebildeten Katecheten (der Ort ist islamisch geprägt); viele Leute kommen aus dem Süden und verstärken die Gemeinde, bleiben aber nicht lange; große Transportprobleme, denn unsere Autos sind „Schrott“ und haben oft Pannen… aber wie ein französisches Sprichwort sagt: „wir tun, was wir können, wir sind keine Ochsen“. Seit einigen Wochen besuche ich die Häftlinge im Gefängnis von Mango.

Wir sind in der Heiligen Woche, einige erwachsene Katechumenen werden getauft werden. Die Pfarrei Mango ist eine der ältesten  in der Diözese. Am Samstag, dem 29. April werden wir das 80. Gründungsjubiläum feiern. Eine großes Fest ist somit in Vorbereitung, mit zwei Bischöfen (dem neuen und dem emeritierten) und praktisch der ganzen Diözese, die kommt.

Ende März, Anfang April, habe ich nach Lomé fahren können, um dort die Kinder und Jugendliche zu besuchen. Es geht ihnen gut und sie machen ihren Weg. Die Zahl beginnt zu wachsen.

Mango ist die heißeste Stadt in Togo, vor allem im März und im April. Die niedrigste Temperatur in der Nacht liegt bei 29 Grad und am Nachmittag kann sie bis auf 44 Grad im Schatten ansteigen, dies dauert aber nur zwei Monate. In diesem Augenblick gerade (um 09.53h) messe ich in meinem Zimmer 34 Grad. Vor 2 Tagen waren nur 48 Grad.

Soweit einige kurze Neuigkeiten. Noch einmal ein ganz großes Dankeschön für alles. Möge Gott Sie segnen! Wir beten für Sie.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Im Gebet verbunden,

Ihr P. Richard   

NB. Sie haben gemerkt dass ich am 12 April angefangen habe und erst heute habe Sie Mein Rundbrief bekommen. Ich bitte um Entschuldigung aber in der letzten Zeit habe ich sehr viel Arbeit: Ostern, Gründungsjubiläum, sehr viele Kinder sind krank … Ich wollte nicht mehr meinen Brief ändern sonst die Stille könnte noch länger dauern

Fronleichnam – Mit Jesus Christus unterwegs

Fronleichnam – Mit Jesus Christus unterwegs 
“Manchmal feiern wir mitten im Tag, ein Fest der Auferstehung,…”
Dieser Liedbeginn kam mir in den Sinn, als im Zug Ulm als nächster Halt angezeigt wurde:
Mit dem Kreuzpartikel im Bild und dem Kloster Wiblingen, wo er seit der Klostergründung 1099 verehrt wird.
Ja, mitten im Alltag ist Jesus Christus mit uns auf dem Weg.
An Fronleichnam machen wir das sichtbar mit der Monstranz, die Jesus im eucharistischen Brot zeigt,
und damit gehen wir durch unsere Stadt und unsere Straßen
wir bezeugen: ER geht mit uns – ER ist mit uns unterwegs – ER will uns begegnen.
Text u. Bild: Dekan Ulrich Kloos

Großer Afrikatag am 27. Mai 2017 – 12 Jahre Kinder Helfen Kindern

 Großer  Afrikatag am 27. Mai  in Donaustetten

12 Jahre Kinder Helfen Kindern  

Seit nunmehr 12 Jahren setzen  sich Kinder und Jugendliche in Gögglingen und Donaustetten  für Kinder in Not ein. Und das wurde gebührend gefeiert. Der Tag stand ganz unter dem Motto: „Wir machen uns stark für Kinder in Lekrumuni“

Afrikanischer Markt

Um die Diashow betrachten zu können, bitte einfach rechts ins Bild klicken

Von 13 – 16 Uhr herrschte buntes Markttreiben auf dem Platz vor der Kirche zur Heiligen Familie in Donaustetten. Unter anderem gab es Afrikanische Köstlichkeiten und Kostbarkeiten aus Tanzania, die Renate Babic und Pater Laurent von ihrer Reise aus Tanzania mitgebracht hatten. Kaffee, Tee, Massaischmuck, Taschen aus einer Näherei in Moshi , Stoffe oder Kultgegenstände,… Es gab einfach alles.  Aber auch unsere Jugendgruppenkids hatten eifrig mit ihren Gruppenleiterinnen gebastelt und so manche Afrikanischen Unikate kreiert die sich wirklich sehen lassen konnten. Die kleinsten, also 1. Und 2. Klässler hatten ein Massaidorf gebastelt und ihre Bomas (das sind die Massai Rundhütten) gegen eine Spende von 1 Euro angeboten. Warum 1 Euro? Das ist ganz einfach.

1 Euro bedeutet 1 Essen für 1 Kind pro Tag.  

Für nur 1 Euro wird in Lekrumuni 1 Kind am Tag satt. Der Kindergarten im Massaidorf Lekrumuni der gerade gebaut und im Januar 2018 eröffnet wird,  kann 100 Kinder aufnehmen. Die Kinder kommen aus einer sehr armen Bevölkerungsschicht und oft ist die Schulmalzeit die einzige Nahrung die sie überhaupt erhalten. Dort möchten wir gerne Helfen.

Hilfe kann so einfach sein!

Einer der stolzen Verkäufer war Mark, dem es sichtlich Spaß machte seine Bomas zu verkaufen und somit ein Kind in Tanzania Glücklich und satt  zu machen. Die Trommelgruppe der Riedlengrundschule unter der Leitung von Marithe Özbey war ein weiteres Highlight an diesem Nachmittag.

Afrikanisches Benefizessen der Firmgruppe B

Am Abend des 27. Mai ging es dann lecker weiter. 7 Firmlinge der Seelsorgeeinheit kochten mit dem Katechetenduo Renate Babic und Pater Laurent Mtaroni ein Tanzanisches Menue. Im vollbesetzten Ulrikahaus ließen sich die über 80 Personen so richtig verwöhnen. Es schmeckte einfach hervorragend.

Schutzengellotterie

Der Österreichische Schmuckdesigner Christian Weber kreierte extra für diesen Anlass eine edle Schutzengelkette in Silber mit einem blauen Stein. Diese Kette hat einen Wert von 298 Euro und wurde an diesem Abend verlost. Der glückliche Gewinner war unser Pfarrer Ulrich Kloos. Abgerundet wurde der Abend mit einer Filmpräsentation von der Missionsreise vom vergangenen  November.

Der Elefant Malaika war das Maskottchen des Tages und wurde in liebevoller Handarbeit von Renate Babic und Sonja Warnke hergestellt.

 

Malaika soll nun versteigert werden und zusätzlich Geld einbringen damit einem erfolgreichen Kindergartenstart  in Lekrumuni nichts mehr im Wege steht. Mahr dazu erfahren sie in Kürze.

Der Tag war ein voller Erfolg und das KHK Team das sich mächtig in Arbeit gestürzt hat wurde belohnt. Wir erzielten an diesem einen Tag einen Gesamterlös von sage und schreibe, 3817,76 Euro. Die Freude war groß, als Pfarrer Ulrich Kloos am Abend einen Scheck als Spende der Kirchengemeinde von St. Martin in Höhe von 2500 Euro überreichte.

Somit ist ein toller Grundbetrag in Höhe von 6317,76 Euro erreicht, auf den wir aufbauen können. Denn auch die Erlöse aus unseren kommenden Aktionen sind für unser Großprojekt Lekrumuni bestimmt, damit die Kinder dort bald einer besseren Zukunft entgegenblicken können.

Ganz besonderen Dank ergeht an Metzgerei Graf aus Wiblingen, Kartoffelgenuss Häußler, Rewemarkt Ehlert in Donaustetten sowie  allen  Helfern, Sponsoren und Gästen, die dafür gesorgt haben dass dieser Tag so erfolgreich wurde.

Für das KHK Team: Renate Babic

Gesegnete Pfingsten

 

 

Atme in uns, Heiliger Geist

Atme in uns, Heiliger Geist,
brenne in uns, Heiliger Geist,
wirke in uns, Heiliger Geist,
Atem Gottes Komm.
Ihnen allen ein gesegnetes Pfingstfest!
Dekan Ulrich Kloos
Foto: Heilig-Geist-Fenster im Petersdom in Rom (Ulrich Kloos)