Impuls vom 26.09.2016

Es ging Jesus darum, Verzagte Menschen zu ermutigen.

Du kannst deiner Zukunft entgegen gehen ohne Angst.

Du bist gehalten.

Stell dich also auf deine Füße.

Fang an zu gehen

und vertrau darauf, dass der Grund, auf dem du gehst, trägt.

Darum sichere dich nicht durch etwas, das kleiner ist, als Gott.

(Jörg Zink, ev. Theologe *1922 +2016)

Foto Ulrich Kloos (La Salette)

Firmung am 18.September in der Basilika in Wiblingen

Auf der Suche nach Gott

Am Sonntag, dem 18.September 2016 wurde 47 Firmbewerbern/Innen durch Domkapitular Dr. Heinz Detlef Stäps die Firmung gespendet.

dsc02248“Wir sind ein Leben lang unterwegs, unterwegs zu dir, o Gott.

Es gibt neue Wegstrecken, schlechte Pfade, gerade Straßen, Kurven,

Kreuzungen, Umwege, Sackgassen und Umleitungen.

Oft sehe und höre ich dich nicht – und doch hoffe ich,

dass du immer in meiner Nähe bist.

Herr, zeige mir die Richtung auf meinem Weg zu dir.”

Nun seid ihr am Ziel angekommen. Dem voraus ging ein langer Weg. Seit dem letzten Herbst habt ihr euch auf diesen Tag vorbereitet und viel Zeit investiert. Mit Geduld und viel Engagement und Liebe in euren Projekten habt ihr bewiesen was in euch steckt. Ihr habt euch vom Gottesfeuer anstecken lassen und dadurch viel Kraft erhalten für euren ganz persönlichen Auftrag. Sei es beim Besinnungswochenende in Rot an der Rot oder bei euren sozialen Engagements beim Sternsingen oder beim Afrikanischen Benefizessen, beim Antoniusfest oder an Fronleichnam, bei den Ordensschwestern in Untermarchtal oder bei der Paddelwallfahrt auf der Donau. Oder aber beim Versöhnungstag, an dem ihr in der Kirche zur Hl. Familie, Jesus Christus auf Augenhöhe begegnet seid.

Stets an eurer Seite waren euch im vergangenen Jahr eure Katecheten: Christoph Esser,Renate Babic,Pater Laurent, Sonja Warnke, Angela Wanner,Claudia Rau, Nina Altstadt,Anja Hehl, Andreas Gumpp, Franziska Kalchschmid und viele Jugendliche Gruppenleiter bei der Paddelfreizeit. Ihnen allen an dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott.

Vielen Dank auch an alle, die den Firmtag zu einem wahren Highlight werden ließen.

Weitere Fotos des Festtages finden Sie unter der Rubrik Seelsorge/Firmung

Text: Renate Babic

Fotos: Jürgen Feind

Weißwurstfrühstück der Gögglinger Minis

In München und Gögglingen

wurde am vergangenen Wochenende die Oktoberfest-Saison eröffnet. So luden die Minis in Gögglingen – teilweise in Lederhose und Dirndl – nach dem Gottesdienst zum Weißwurstessen ein.

weisswurstessen-mini-18-09-2016-komprBei gelöster Atmosphäre kamen alle Gäste zu ausreichend Speis und Trank. Allen Besuchern gilt ein herzliches Wort des Dankes für die Unterstützung unserer Minis.

 

34. Fußwallfahrt von Wiblingen nach Ottobeuren

34. Fußwallfahrt von Wiblingen nach Ottobeuren

06.09.2016 vor der Basilika um 7.15 Uhr: Eine Gruppe Fußwallfahrer, noch mit Gepäck für mehrere Tage beladen, trifft sich. Dazu kommen mehrere Gemeindemitglieder – einige einfach, weil sie die Wallfahrer verabschieden wollen; andere, weil sie möchten, dass  ein bestimmtes Anliegen in die Gebete eingeschlossen und „auf den Weg gebracht“  wird.

Nach einer kleinen Andacht spendet Pfr. Kloos den Reisesegen – dann geht es los. Von Basilika zu Basilika gut  80 km. 4 Tage miteinander zu Fuß und im Gebet  vereint unterwegs, das schafft Verbindung: Gutes Vorausschauendes Planen, Rücksichtnahme, teilen, sich unterstützen, aufmuntern, mitgehen, mittragen. Das ist fast wie in einer guten Großfamilie.

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Jeder der vier Tage war unter ein besonderes spirituelles Thema gestellt:

1. Tag: Hören und schauen: Zunächst das Hören: Wir konnten viel hören: Von außen das Rauschen eines Baches und das Säuseln des Windes in den Blättern der Bäume, die Lieder der Vögel, das Knirschen der Steine unter den Schuhen.

Wir hörten aber auch voneinander: Dinge, die man so einfach fremden Personen nicht erzählt; Lebensgeschichten, aus der Vergangenheit – zumeist gut beendet;  aber auch noch offene Lebensgeschichten, die im stillen Gebet mit hineingenommen wurden  in dieses Stück Lebensweg, das wir miteinander gingen. Das stärkt die Hoffnung und Zuversicht.

Wir hörten auch schweigend in die Stille in uns. Stille, das ist Zwiesprache mit sich selbst und Gott. Hören ist wichtig, weil Gott uns was zu sagen hat. Bemerkenswert, dass diese stillen Phasen während der vier  Tage vollkommen ohne Absprachen immer länger wurden. Wie wichtig das in unserem Leben ist – und wie oft kommt das zu kurz!

Auch schauen konnten wir eine Menge: Die schöne Natur in der wir unterwegs waren mit der Pause am Sendener Waldbaggersee. Schade, dass wir bei dem Traumwetter nicht Badekleidung eingepackt hatten.

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Eine Besonderheit bot sich bei der Wallfahrtskirche „Maria Geburt“ in Witzighausen. Die helle, freundliche Kirche wurde uns vom Mesner gezeigt, der uns auf besondere Details „seiner“ Kirche aufmerksam machte.  Zwei gemalte Szenen sind mir gut in Erinnerung geblieben. Sie sind nicht biblisch, könnten es aber durchaus sein: Maria und Josef bei ihrer Vermählung – sie stecken sich gerade die Ringe an und beide knien voreinander: Welch schönes Zeichen von gegenseitiger Achtung, Ehrerbietung, Respekt und gegenseitiger Bereitschaft einander zu dienen.  Und die „Die Huldigung der Erdteile“ im Chorraum: Asien, Afrika, Amerika, Europa sind personifiziert dargestellt; sie knien vor Maria – doch unter ihnen ist keinerlei Form von Wertigkeit erkennbar. Jede kulturelle Ausprägung der Menschheit wird vom Künstler gleichermaßen wertgeschätzt!

Und das zu barocken Zeiten!

In der Nacht waren wir bei den Claretinern in Weißenhorn zu Gast. Morgens feierten wir mit Ihnen Eucharistie. Diese wurde in sehr herzlicher Weise vom erst tags zuvor angekommenen neuen Superior Pater Waldemar geleitet. Bewundernswert, wie er sich nach seiner Anreise aus Wien doch sofort auf uns einstellte, Texte und Lieder wählte in denen das Thema Pilgerschaft besonders hervortrat.

 

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Unser Thema für diesen Tag  war „Trost“. Trost, das ist die Hoffnung und Gewissheit, das  „es“   – was immer dieses „es“ ist-  gut ausgeht. Diese Gewissheit finden wir Christen in unserem Glauben. Doch es gibt auch Ereignisse in unserem Leben, die sind so gravierend, dass sie einem den Boden unter den Füßen wegziehen und man ins Wanken kommt. Da ist es gut, Glaubensgeschwister um sich zu haben, die ohne viele Worte Trost geben. Indem sie sicher stehen, einem unter die Arme greifen, und so Zuversicht vermitteln. Ganz ähnliches konnten wir an dem Tag erleben, als wir während einer  Schweigephase stützend an die Hand genommen wurden, um gut auf die andere Seite eines Baches zu gelangen.

Die Tagesetappe beendeten wir in der tollen, komplett ökologisch ausgerichteten Jugendbegegnungsstätte Babenhausen.

Der dritte Tag stand unter dem Thema Vergebung: Vergebung ist eine Gabe – Aufgabe aber auch Geschenk . Einmal anderen zu vergeben; einmal Vergebung zu erhalten. Vergebung ist für unser menschliches Dasein von zentraler Bedeutung.  Nicht umsonst wird dies in beiden Formen von Jesus ins Vater-unser aufgenommen. Doch beim Vergeben sollten wir nicht vorschnell und oberflächlich über unsere Verletzungen hinweg gehen. Man muss erst richtig vertieft hinschauen, wie sehr die erlittene Ungerechtigkeit weh tut. Erst wenn man diesen Schmerz, und das was er an Gefühlen auslöst,  richtig zulässt, kann echte Heilung und Vergebung geschehen. Dennoch kann man Vergebung nicht „machen“ – sie bleibt Geschenk und Gnade.

Nach der Übernachtung in Memmingen ging es auf die letzte Etappe: Nur noch 15 km bis Ottobeuren: Fast ein Spaziergang. Das Thema war „Genießen“. Wer nicht genießt, wird ungenießbar. Dabei meint genießen nicht das laute, kostspielige Event; sondern das eher leise, kleine Glück an den Rändern unseres Lebenswegs – in diesem Fall wohl besser: Wanderwegs. Wir hatten eine Menge zu genießen! Schön war auch, dass wir unterwegs mit viel Fürsorge begleitet wurden und zum Abschlussgottesdienst nach Ottobeuren so viele Gemeindemitglieder aus der SE und Pfr. Kloos kamen um sich mit uns an diesen besonderen Tagen zu freuen.

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Dank an alle die vorbereitet und Hintergrunddienste geleistet haben!

Text: Margarete Lobenhofer

Bilder:  Claus-Peter Busjäger/Herr Stock

 

 

Immer weniger Pfarrer!

Woran liegst? Nur am Zölibat?

SWR 4 Reporter Volker Wüst interviewt Pfarrer Ulrich Kloos, Seelsorgeeinheit Ulm-Basilika.

Audiomitschnitt: immer-weniger-pfarrer

Norbert Gruber

Taizéfahrt vom 03.09 bis 11.09.2016

Taizéfahrt vom 03.09 bis 11.09.2016

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24 junge und jung gebliebene Erwachsene aus unserer SE und umliegenden Gemeinden verbrachten gemeinsam acht wundervolle Tage in Taizé.

Taizé, das ist der kleine Ort in Frankreich, wo das ganze Jahr über tausende Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenkommen. Und obwohl das Essen „bescheiden“ schmeckt, man drei Mal am Tag zum Gebet in die Kirche geht und tägliche Bibelstunden, sowie putzen auf dem Programm stehen, sieht man überraschenderweise nur fröhliche Gesichter.

Auch diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren können es nicht beschreiben. Den Geist von Taizé muss man einfach erlebt haben. Dazu gehört es auch, sich beim Fußtwister auf fremde Leute zu verlassen, Handninja in unterschiedlichen Sprachen zu spielen oder die Abende beim gemeinsamen Singen am Oyak (kleiner Kiosk) ausklingen zu lassen.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die in diesem Jahr dabei waren. Wir hatten eine super Gruppe und freuen uns schon, wenn ihr hoffentlich alle im kommenden Jahr wieder dabei seid.

Ein herzliches Dankeschön auch an Klaus Wieland und Gisela Bantle, die uns bei der Organisation unterstützt haben.

Verena Renz / Jasmin Sommer

 

 

 

Verkaufsende des Franziskus-Shops in der Biberacher Str. 19 am Tannenplatz

Die Fa. Edeka überließ uns auf unsere Anfrage hin 2011 kostengünstig die Shopräume (ca. 240 m² Verkaufsfläche ebenerdig und ca. 200 m² Lagerfläche im Untergeschoss) in der Biberacher Str. 19.  Im Mai 2011 konnten wir den Franziskus-Shop einweihen und eröffnen. Der Verkauf zu absoluten Niedrigpreisen begann.

Unser Geschäft lief gut an und wurde begeistert von unserer Kundschaft am Tannenplatz und im Umland angenommen “Warum hat es das nicht schon früher gegeben?” fragte unsere Kundschaft. Wiblingen als sozialer Brennpunkt benötigte dringend eine solch günstige Möglichkeit, sich mit Bekleidung für Erwachsene und Kinder einschl. Schuhen, mit Haushaltsgegenständen, Tisch- und Bettwäsche und -waren sowie Büchern, Kinderspielzeug, Stoffen und Kurzwaren zu versorgen. Im Shop konnte man sich für kleines Geld 1-2 € Hemden, Blusen, Röcke etc. und für 4-5 €  mit Mänteln und warmen Jacken versorgen – also bereits für das Fahrgeld. Immerhin kostete eine Busfahrt nach Ulm damals bereits 2 x 1,60  €. Sonderverkäufe zu Ostern, Muttertag oder Weihnachten ergänzten unser erfolgreiches Verkaufsangebot.

Alle Waren wurden uns durch unermüdliche Spender aus Wiblingen, Ulm und weiterem Umkreis kostenlos zur Verfügung gestellt. Wöchentlich kamen neue Waren zum Verkauf. Bei einem großen Teil handelte es sich um Markenware und auch Neuware. Alles wurde sortiert, die Verkaufsware in den Shop geräumt und all das, was wir nicht verkaufen konnten, wurde der “Aktion Hoffnung” für die Missionsarbeit zur Verfügung gestellt bzw. untragbare Kleidung entsorgt. Unser Shop hat sich in den 5 Jahren zu einem kleinen Kaufhaus entwickelt.

Mit der Ankunft von Flüchtlingen versorgten wir diese meist kostenlos mit allem, was sie an Notwendigem aus dem Shop gebrauchen konnten. Wir arbeiteten mit vielen Helfergruppen im Bereich Flüchtlinge in allen Stadtteilen Ulms bestens zusammen.

Nicht nur von Flüchtlingen, sondern auch von Menschen in akuten Notfällen wie z. B. nach einem Hausbrand, wurden unsere Waren gerne angenommen.

Derzeit arbeiten 35 Mitarbeiter/innen im Verkauf und 5 Helfer kümmern sich um Entsorgung, Auf-/Abbau, Einkäufe, alle Zuarbeiten und vor allem um das Umräumen zum Saisonwechsel vom Keller in die Verkaufsräume und umgekehrt. Meine Arbeit als Leitung des Shops sowie die Arbeit aller Mitarbeiter ist und war immer ehrenamtlich ohne Bezahlung. Alle 2 Stunden wechseln die Mitarbeiter im Verkauf, damit dieses soziale Engagement der Männer und Frauen wöchentlich regelmäßig leistbar war.

Hervorzuheben ist die auf eigene Initiative erfolgte 1 1/2-jährige ehrenamtliche Mitarbeit eines jungen Mannes, eines anerkannten Flüchtlings aus Syrien.

Unsere erwirtschafteten Erlöse flossen und fließen über den Sozialausschuss unserer Pfarrgemeinde in unsere sozialen Projekte z.B. u.a. in die jährliche Adventstafel am Tannenplatz in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde.  Unsere Kindergärten und viele Institutionen in Wiblingen und Ulm (z.B. Hospiz, Bahnhofsmission, Frauenhaus, Gefängnisseelsorge etc.) erhielten durch uns finanzielle Unterstützung. In Einzelfällen konnten wir dazu beitragen, echte Not  zu lindern und Unterstützung gewähren.

 

Mit großem Bedauern von allen Seiten schließen wir unseren Shop. Am Samstag, 17.09.2016, von 10-16 Uhr ist letztmalig geöffnet.

 

Trotz aller Bemühungen findet sich so leicht in Wiblingen kein Raum für eine mögliche Weiterführung des Franziskus-Shops. Wir hatten jedoch 5 Jahre lang eine gute Zeit und sind hierfür nicht zuletzt dem Edeka-Konzern sowie allen Spendern, Kunden und  Freunden sehr dankbar. Ohne das freiwillige Engagement und den unermüdlichen Einsatz von Leitung und Mitarbeitern wäre dies alles nicht möglich gewesen.

 

Besonderer Dank dem Verkaufs- und Helferteam:

Gisela Binder, Rosemarie Borowsky, Emma Breit, Barbara Brutschin, Eleonore und Alfons Fröhlich, Andrea Glunk, Kazimir Gostencnik, Stefanie Grabler, Lilli Gugel, Ursula Guha, W. S. Hassan, Hella Hingst, Gudrun Jäckle, Brigitte und Peter Jercher, Adele Kiss, Bernd Kneiding, Hildegard Lehmann, Monika Luffler, Ursula und Bernhard Mees, Gergishu Merkke, Renate Miozga, Cornelia und Werner Möller, Eva Müller, Marie-Luise Nell, Marianne Nothhelfer, Silke Ort, Marion und Jochen Rampf, Christel Schedel, Lidia Schreiber, Karin Siebel, Berta Weimer, Ingrid Welisch, Paula Welte, Klara Willer,

Ursula Mees, Leitung des Franziskus-Shops