Kreuzweg in Donaustetten

Corona – Im Gespräch mit Land und Bund – der Vorschlag, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart überrascht

Ostern ist das wichtigste Fest der Christenheit. Die bewährten und eingeübten Regelungen der Diözese orientieren sich an den regionalen Inzidenzen und beinhalten Abstandsregelungen, das Tragen einer FFP2- oder medizinischen Maske, vorherige Anmeldung, eine Anwesenheitsliste und weitere umfangreichen Maßnahmen beispielsweise zur Desinfektion.

Alle diese Vorschriften für Gottesdienste in Präsenz mit reduzierter Teilnehmerzahl gelten seit vielen Monaten. Steigt die Inzidenzzahl auf 300 je 100.000 Einwohner, müssen Präsenzgottesdienste entsprechend dem Pandemiestufenplan der Diözese Rottenburg-Stuttgart zudem schon seit dem vergangenen Jahr abgesagt werden.

Mit diesen Erfahrungen werden die Bischöfe in die Gespräche mit Ministerpräsident Kretschmann und der Landesregierung gehen. Bereits jetzt finden zudem Gespräche auf Bundesebene statt.

Bereits jetzt gibt es zudem die Empfehlung an die Kirchengemeinden, Gottesdienste im Internet zu überragen und digitale Angebote zu unterbreiten.

Foto: Sebastian Berger

 

Familiengottesdienst mit den Erstkommunionkindern in der Basilika St. Martin, Ulm-Wiblingen am Sonntag, 07. März mit dem Thema: „Jesus räumt auf“

Am 07.03.21 fand in der Basilika St. Martin ein Familiengottesdienst mit den Erstkommunionkindern statt.
Thema: Jesus räumt auf (Tempelreinigung).

Im Evangelium „räumt“ Jesus auf.
Er wollte allen klar machen, dass Gott der Freund der Menschen ist, das man sich seine Liebe nicht erkaufen muss, sondern sie von uns vornherein geschenkt ist. Gott möchte uns nahe sein in allem was wir tun, denken und fühlen. Er ist der Freund des Lebens und damit auch unserer. Wir möchten ihn immer mehr in unser Leben lassen, gerade jetzt in der Fastenzeit.
Eine gelegentliche Tempelreinigung tut auch uns ganz bestimmt gut. Aber kein Kehraus ohne Maß und Ziel. Sondern ein sorgfältiges Aufräumen in unseren Worten und Taten und in unseren Herzen. Jesus handelt mit Maß und Ziel und er will, dass auch wir so handeln! Die Frage ist: Was fördert, was hindert mich, Jesus Christus zu begegnen?
Was ist wichtig für mein Leben? Was oder wem gebe ich viel Platz?
Die Erstkommunionkinder wurden im Voraus gefragt, was ihnen zu diesen wichtigen Fragen einfällt.
Im Gottesdienst trugen sie selber ihre sehr guten Gedanken und Wünsche vor oder ließen sie vorlesen.
An der Pinnwand kann man auch noch in nächster Zeit sehen, was für die Kinder und auch für uns wirklich wichtig ist.

Familiengottesdienst-Team St. Martin
Steffi Mäckle, Heidi Schneid, Martina Ungerer

 

                             

Kindergarten Hl. Kreuz wird zur Kindertagesstätte

Kindergarten wird Kindertagesstätte

Das derzeit größte Bauprojekt in Gögglingen, die Erweiterung des Kindergartens der Kirchengemeinde Hl. Kreuz, ist so gut wie beendet. Das Gebäude ist fertiggestellt und die Bauabnahme der Stadt Ulm hat in der letzten Februarwoche stattgefunden. Ab sofort können die Kinder die neuen Räume mit all ihren Möglichkeiten erkunden, sich austoben, spielen und lernen.

 

Ein Rückblick:

Die Kirchengemeinde Hl. Kreuz betrieb als Träger bislang einen Kindergarten mit zwei Gruppen. Das Gebäude stammte aus den 60er Jahren und war entsprechend abgenutzt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2017 mit der Grundsanierung begonnen. Für die Kirchengemeinde kein einfacher Beschluss, der mit entsprechenden Einschränkungen einherging. Das Christophorushaus wurde für die Kinder hergerichtet und als Interimskindergarten genutzt. Es stand damit als Gemeindehaus nicht mehr zur Verfügung.

Während die Sanierungsmaßnahmen noch liefen, wurde durch die zuständigen Gremien der Stadt Ulm angefragt, den Kindergarten Hl. Kreuz auf insgesamt vier Gruppen zu erweitern. Dies war ein folgerichtiger Schritt, da die Bedarfsermittlung der Stadt in diesem Bereich dringende Handlungsnotwendigkeit aufzeigte. Einer Erweiterung stimmte der KGR im Juni 2017 einstimmig zu.

Dieser Entschluss zur Erweiterung hatte auch Auswirkungen auf die laufende Sanierung des Altbaus: Der weitere Ausbau des Mehrzweck- und Küchenbereichs musste gestoppt werden. Dies wurde durch die umsichtige Handlungsweise der Architekten und Fachingenieure in Zusammenarbeit mit dem Bauausschuss frühzeitig eingeleitet, um nicht neu sanierte Gebäudeteile später wieder einreißen zu müssen. Nach dem Abschluss der planerischen Maßnahmen wurde im September 2019 mit dem Rohbau des Erweiterungsbaus (2. Bauabschnitt) begonnen. Im Februar 2020 war Richtfest, bei dem Herr Dekan Kloos seinen Dank für die bisher toll geleistete Arbeit aussprach. Der Richtspruch wurde von Herrn Zanor / Firma Schliesser vorgetragen.

Seit dem Richtfest ist nun ein Jahr vergangen und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein voll eingerichteter, neuer Kindergartenbau.

Zum Bau:

Um die wichtigsten Fragen vorab zu klären: Der Bau hat ca. 1,8 Mio. Euro gekostet und ist damit im Bereich der Prognose geblieben. Die Bauzeit von 18 Monaten hat sich auch trotz der Corona-Pandemie nicht verlängert. Das Gebäude ist planmäßig fertiggestellt und übergeben worden. Eine tolle Leistung des Architektenteams, der Bauingenieure, der Handwerker und nicht zuletzt auch des Bauausschusses. Der Neubau hat eine Raumfläche von ca. 390 m2 und ist damit fast doppelt so groß wie der alte Kindergarten. Der Bau erfüllt sämtliche Vorgaben an pädagogische Kindertageseinrichtungen, sowohl die städtischen als auch die höherwertigen des katholischen Landesverbandes Kindertagesstätten. Er besitzt eine moderne Heizungs- und Lüftungsanlage und nicht zuletzt ein begrüntes Flachdach, um auch den ökologischen Aspekten gerecht zu werden.

Nachdem die Fakten selbst nicht viel Aussagen, sollten nun die inneren Werte des Baus im Vordergrund stehen. Wenn man den Gebäudeteil betritt, fallen sofort die großen Fenster auf, die für eine gute Lichtdurchflutung in allen Bereichen sorgen. Ein gelungenes Farbkonzept sowie die verwendeten Materialien vermitteln einen hochwertigen Eindruck.

Die verwendeten Farben weisen auf die Nähe zur Donau hin. Die petrolfarbenen und grünen Bodenbeläge stehen für das Gewässer und die Auen; dazwischen laden bunte Bodenausschnitte in Form von großen Kieselsteinen zum Hüpfen und Springen ein. Die Kinder werden auf dem blauen Fluss symbolisch in ihre Räume „gespült“.

Ebenso greift das neue Logo die Thematik „Donau“ auf: Vier blaue Wellen stehen, ebenso wie das kleine vierteilige Segelschiff, für die vier Gruppen.

Bei der Erstellung des Farbkonzepts wurde sehr viel Wert auf eine kindgerechte, frische Farbigkeit des Gebäudes gelegt. Dies jedoch ohne aufdringlich oder überfrachtet zu wirken.

In den funktionalen Bereichen – Mehrzweckraum, Essbereich und pädagogische Küche – findet man stimmige Farbelemente an den Wänden. Auf dem Boden wurde dort jedoch ein geöltes Bambusparkett, als Hommage an Wassernähe und Natur, verlegt.

Im zentralen Essbereich, der mit seinen Hängelampen fast wie ein Bistro wirkt, befinden sich zwei Küchen. In der Ausgabeküche werden von der künftigen Haushaltshilfe die Speisen für die Kinder vorbereitet. Die große, offene pädagogische Küche lädt hingegen zum Backen und Kochen mit den Kindern ein. Eine auf die Kinder angepasste Arbeitshöhe sowie die überbreiten Arbeitsflächen werden in den nächsten Jahren hoffentlich viel Mehl und Eier sehen. Neben den Gruppenräumen gibt es noch einen großzügigen Spiel- und Tobe-Raum, einen Mal- und Kreativraum sowie die obligatorische Schmutzschleuse beim Gartenzugang.

Neben dem großen Küchen- und Essbereich bringt aber insbesondere die im hinteren Teil befindliche Krippe eine wesentliche Neuerung. Diese ist speziell für die Betreuung von unter-3-jährigen Kindern ausgelegt. Dort gibt es neben einem Schlafraum auch einen Wickelbereich sowie eine kleine Küchenzeile zum Aufwärmen von Gläschen und Milchfläschchen.

Der ehemalige kleine Kindergarten ist nun erwachsen geworden und kann mit seinen neuen Elementen eine Ganztagesbetreuung sowie eine Kleinkindkrippe anbieten. Er ist von einem Kindergarten zu einer Kindertagesstätte geworden.

Der Ausblick:

Aus baulicher Sicht steht ab dem Frühjahr die Realisierung der Außenanlagen an. Diese sind bereits geplant, die Ausschreibung abgeschlossen und das Unternehmen beauftragt. Sobald es die Witterung zulässt, wird damit begonnen.

Da der Kirchplatz zur notwendigen Vergrößerung des zentralen Abflusses aufgerissen werden musste, besteht hier ebenfalls noch Handlungsbedarf. Ob und wie die künftige Gestaltung des Kirchplatzes aussehen wird, wurde bereits in die Hände des Kirchengemeinderates gelegt.

Die Betriebserlaubnis mit vier Gruppen in den neuen Räumen wurde für den 01.04.21 beantragt. Bis zum vollen viergruppigen Betrieb wird aber sicherlich noch etwas Zeit vergehen – nach derzeitigem Stand soll dies bis 01.09.21 der Fall sein. Hier läuft seitens des Verwaltungszentrums bereits die Suche nach Erzieher*innen, um entsprechend wachsen zu können. Alle Fragen zum Betrieb, zu den Betreuungszeiten und der Möglichkeit auf einen Betreuungsplatz, beantwortet gerne die Kindergartenleitung.

Die Kirchengemeinde freut sich auf Ihre Anmeldung in der neuen Kindertagesstätte Hl. Kreuz.

 

Für Hl. Kreuz Gögglingen/Bauausschuss: Christina Engels

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Der Kirchengemeinderat bedankt sich bei Christina Engels und Karl Weidenbacher vom Bau-Ausschuss für die engagierte, gelungene Arbeit.“

 

 

 

 

 

Michael Baumann erhält die Martinusehrennadel

Am 21. Februar 2021 wurde Michael Baumann im Gottesdienst durch Dekan Ulrich Kloos die Martinusehrennadel der Diözese Rottenburg-Stuttgart verliehen. Mit der Verleihung der Urkunde und der silbernen Ehrennadel erkennt die Kirche die Leistung Michael Baumanns anund dankt für das langjährige und ehrenamtliche Engagement.

Von 1991 bis 2020 war Michael Baumann ununterbrochen Mitglied des Kirchengemeindrats St. Laurentius Donaustetten. 1996 war er Schriftführer, von 2001 bis 2011 Zweiter Vorsitzender des KGR, danach stellvertretender 2. Vorsitzender. In zahlreichen Ausschüssen arbeitete er mit, die Ökumene liegt ihm besonders am Herzen, er war Leiter von Wortgottesdiensten und er ist weiterhin als Lektor und Kommunionhelfer tätig. Der Neubau der Orgel in der Kirche Hl. Familie war für Michael Baumann ein Höhepunkt in seiner Amtszeit. Seine früheren Kollegen und Kolleginnen schätzen seine besonnene und diplomatische Art.

Text: Annemarie Mann Fotos: Jürgen Feind, Annemarie Mann

Bildquelle Martinusnadel: https://www.seelsorgeeinheit-badwaldsee.de/images/PDF/Kirchenanzeiger/2020/nr22_10juni2020_5jahrgang.pdf