Was der Osterglaube bewirkt

Die verborgene Kraft des Osterglaubens

Siehst du einen Menschen, der in guten Werken tätig ist

und in der Hitze des Lebens seine Heiterkeit bewahrt,

dann sei versichert, dass in ihm der Glaube lebt,

denn du erkennst die unzweifelhaften Zeichen dieses Lebens.

Bernhard von Clairvaux

2. Fastenwoche: Hören auf die Stimme Gottes

… weil du auf meine Stimme gehört hast.  (Gen 22,18)

Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören ( Mk 9,7)

 

Gott, du hast uns geboten, auf deinen geliebten Sohn zu hören.

Nähre uns mit deinem Wort und reinige die Augen unsers GEistes,

damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.

Darum bitten wir durch Jesus, Christus, unseren Herrn. Amen.

(Tagesgebet des 2. Fastensonntags)

 

Foto: Binsenweiherkapelle Wiblingen (Ulrich Kloos)

 

Verzicht vereinfacht das Leben

Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Sie erinnert an die 40-Tägige Wüstenzeit Jesu vor seinem öffentlichen Auftreten.

In dieser Zeit hat er innere Klarheit gewonnen.

Der Verzicht ist in dieser Perspektive nicht eine tolle, persönliche Leistung, um etwa den Körper zu entschlacken, oder abzunehmen.

Der Verzicht will zu Gott hinführen. Nur leere, offene Hände, kann er mit seinem Wort und seiner Liebe füllen.

Diese Liebe erfüllt mehr als noch soviel Dinge und Besitz.

Foto: Blick auf die Festung Massada am Toten Meer (Israel) (Ulrich Kloos)

Stille

Einfach Stille

Braucht es immer viele Worte

Braucht es nicht einfach – DASEIN

Braucht es nicht auch das HÖREN – ER-WÄGEN

 

Offene Kirche

Ort der Stille – Ort des Daseins vor  Gott – Ort des Hörens und Erwägens

 

Mutig in die Welt

So ausgerichtet – innerlich ausgewogen – mutig handeln in der Welt

So Gott da sein Lassen durch uns.

 

Ulrich Kloos

Foto: Lebendige Steine oben am Hauptportal der Basilika St. Martin (Ulrich Kloos)

 

Gebet zu Kirchweih

Lieber himmlischer Vater,

nun bitten wir dich, dass du uns allen deinen Heiligen Geist gebest und immer wieder gebest, damit er uns erwecke, erleuchte, ermutige und fähig mache, den kleinen und doch so großen Schritt zu wagen: aus dem Trost, mit dem wir uns selber trösten können, heraus und hinein in die Hoffnung, die du gibst. Kehre du uns selbst weg zu dir hin. Erlaube es uns nicht, uns vor dir zu verstecken, lass es nicht zu, dass wir es ohne dich machen wollen. Amen. (Karl Barth)

 

Wir feiern das Kirchweihfest am Sonntag 15.10.2017 um 10:30 Uhr in einem festlichen Gottesdienst in der Basilika St. Martin. Der Chor singt eine Messe von Ch. Gounod.

Foto: Ulrich Kloos

Danke, lieber Gott – Erntedank verortet uns

Die Kultur des Wohlergehens, die uns an uns selber denken lässt, macht uns unsensibel für die  Schreie der anderen, sie lässt uns in Seifenblasen leben, die zwar schön sind, aber nichtig, die eine Illusion des Unbedeutenden sind, des Provisorischen, die zur Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten führt und darüber hinaus zur weltweiten Gleichgültigkeit. (Papst Franziskus 2013 auf Lampedusa)

Erntedank, will unser Leben wieder in Gott verorten. Im Dank an ihn, weckt er den dankbaren Blick für den Anderen, im Lob über jedes Geschöpf und jeden Menschen, erweckt er neu den Respekt vor jedem Geschöpf und jedem Menschen. So führt die  Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber zu Solidariät, zum Teilen und zu Achtung und Respekt. Darum ist Erntedank so wichtig.

Pfarrer Ulrich Kloos

Foto: Erntedank (Ulrich Kloos)

Zur Wahl: Die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee

Wort zur Wahl: Die Wirklichkeit ist wichtiger als die Idee

“Die Wirklichkeit steht über der Idee. Das schließt ein, verschiedene Formen der Verschleierung  der Wirklichkeit zu vermeiden: Engelhafte Purismen, die Totalitarismen des Relativen, die in Erklärungen ausgedrückten Nominalismen, die mehr formalen als realen Projekte, die geschichtswidrigen Frundamentalismen, die Ethizismen ohne Güte, die Intellektualismen ohne Weisheit. … Dieses Kriterium ist verbunden mit der Inkarnation des Wortes Gottes und seiner Umsetzung in der Praxis…. Das Kriterium der Wirklichkeit – eines Wortes, das in Jesus bereits Fleisch angenommen hat und stets versucht sich zu “inkarnieren” ist wesentlich für die Evangelisierung,… es drängt uns, Werke der Gerechtigkeit und Liebe zu vollbringen, in denen dieses Wort fruchtbar ist.

Papst Franziskus I., Evangelii gaudium (231-233)

… sich eine Seele schaffen…

… sich eine Seele schaffen …

Europa soll sich eine Seele schaffen. Europa muss wieder ein Wegweiser für die Menschheit sein. Europa ist gegen niemand. Das geeinte Europa ist ein Symbol der allumfassenden Solidarität der Zukunft. Bevor Europa eine militärische Allianz oder ein wirtschaftliche Einheit sein wird, muss es eine kulturelle Einheit im wahrsten Sinne des Wortes sein.

Robert Schumann (1886 – 1963)

Foto: Kloster Kirchberg (Pfarrer Kloos)

Er weckt uns jeden Morgen

Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir selbst das Ohr.

Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor,

dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht.

Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Er spricht wie an dem Tage, da er die Welt erschuf.

(Jochen Klepper)

 

Sonnenaufgang über Assisi (Ulrich Kloos)

Impuls “Den Weg wollen wir gehen, die Liebe geht mit uns,…”

“Den Weg wollen wir gehen, die Liebe geht mit uns,…”

Der Weg entsteht erst im Gehen
er liegt im ersten Schritt,
er öffnet sich uns, wenn wir starten.
Jesus lädt uns ein auf seinen Weg.
Er sagt: Kommt und seht.
Er sorgt auch für uns: Nehmt und esst, nehmt und trinkt, sagt er.
Er ist Weg und Rastplatz für uns,
nicht nur jetzt in den Ferien….
Die Wege zu ihm entstehen, wenn wir sie gehen.
Ihnen allen eine gute, erholsame Ferienzeit!
Pfarrer Ulrich Kloos
Foto: Bei Missen (Ulrich Kloos)