Herzliche Einladung zur Kunstinstallation “VER-BLENDUNG / DELUSION” von Frau Hollenstein am Dienstag, 10. November um 18 Uhr in der Basilika St. Martin, Wiblingen

 

Eröffnung:

Lecture-Performance 10.11

Themenschwerpunkte der Installation werden Verblendung, Vertreibung, Vernichtung und Erinnerung sein, Rückblicke also, aber auch Ausblicke. Es wird ein Dialog mit der Geschichte.

 

Die Kunstwerke entstehen im Zusammenspiel mit der Baustelle in der Basilika. Dort sind Figuren und Altäre zur Zeit verhüllt, was wiederum zum Thema Verblendung im Christentum führt.

 

Grossformatige Malereien stehen im Kuppelbau auf den Baustellenpodesten, Spiegelwände reflektieren den Betrachter. Eine Bodenskulptur wird das Thema VER-BLENDUNG deutlich zeigen. Papierrollen, in denen eigene Erinnerungen in persönlicher Art und Weise, sogar in einer eigens entwickelten Schrift niedergeschrieben sind, versinnbildlichen das individuelle Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart, den individuellen Umgang mit der eigenen Geschichte in kulturellen und religiösen Kontexten.

Der Bezug zu den Qumran-Rollen im Israel-Museum in Jerusalem kann zusätzlich Denkräume öffnen.

 

Die Weißtöne, mit denen hier gemalt, vor allem übermalt wird, sind zukunftweisend. Alles ist vergänglich, Vergänglichkeit ist aber auch die Grundlage für Veränderung, Erneuerung und Erweiterung.

 

Am 10.11. 2026/ 18 Uhr  findet eine Lecture-Perfomance statt:

 

geplant mit : Pater Basillus Schiel ( Dormitio-Abtei Jerusalem ) ,Emanuella Amichai ( Tel Aviv ) und  Bernhard Stengele ( ehemaliger Umweltminister Thüringen ).

 

Pater Basilius ist Bruder in der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg. Er wird extra zu Eröffnung in die  Wiblinger Basilika anreisen, um uns aus seiner Sicht mit Texte aus Jerusalem zu berichten.

 

Im Mittelpunkt stehen Texte des israelischen Dichters Jehuda Amichais, geboren 1924 in Würzburg, emigriert 1936 nach Jerusalem, gestorben 2000 in Jerusalem, musikalisch umrahmt von der Geigerin Rita Nakad und an der Orgel Philipp Kaufmann.

Amichais Werke sind untrennbar verbunden mit seinen traumatischen Erlebnissen in den Jahren des Nationalsozialismus und in mehreren arabisch-israelischen Kriegen. Er gilt als einer der meistgelesenen und bedeutendsten modernen israelischen Dichter und war einer der ersten, die in umgangssprachlichem Hebräisch schrieben.

 

Emanuella Amichai, seine Tochter, hat in Israel bereits gemeinsame Projekte mit Marianne Hollenstein und Bernhard Stengele verwirklicht, in denen sich Bildende Kunst, Musik und Sprache verbunden haben.

 

Durch die Zusammenarbeit internationaler Künstlerinnen und Künstler wird ein innovativer Ausdruck entwickelt, der Spiritualität erlebbar und erfahrbar macht.

In einer zersplitterten Welt will das Projekt so über verschiedene Wahrnehmungsebenen spürbar machen, dass Zusammenarbeit über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg möglich und nötig ist.

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